Der Bereich Hydraulikabzieher vereint mehrere Baureihen mechanischer Abziehwerkzeuge mit Tragkräften von 8 bis 150 Tonnen. Zur Gruppe gehören HP123 und HP203 mit integrierter Handpumpe und 700 bar Druck. Die mobilen Modelle HXPM 50 und HXPM 100 arbeiten selbstzentrierend und lassen sich mit 2 oder 3 Armen bestücken. Das Set HPP123 in Push-Puller-Ausführung bietet 12 Tonnen zum Außenabziehen und 8 Tonnen zum Innenabziehen.
Die Baureihe HXP nutzt eine separate Pumpe und passt, wenn eine 700-bar-Pumpe bereits vorhanden ist. BPP 100 dient zum Abziehen von Eisenbahnradlagern mit einer maximalen Zugkraft von 100 Tonnen. Als Zubehör stehen die Tri-section-Abziehplatte sowie der Zylinder PM-R mit integrierter Pumpe zur Verfügung. Die hier gezeigten Hydraulikabzieher-Sets von Schaeffler werden direkt importiert und sind Originalware.

























Hydraulikabzieher lösen Wälzlager, Zahnräder, Riemenscheiben und fest aufgezogene Bauteile von Wellen. Die hier zusammengestellte Produktgruppe deckt Tragkräfte von 4 bis 150 Tonnen ab. Die Auswahl richtet sich nach der benötigten Zugkraft, der Klauenöffnung und der Reichweite der Krallen. Mehrere Baureihen arbeiten mit einem maximalen Betriebsdruck von 700 bar, was 10.000 psi entspricht. Damit lassen sich sowohl leichte Instandhaltungsarbeiten als auch Demontagen an großen Maschinen ausführen.
Im unteren und mittleren Bereich stehen kompakte Baureihen mit integrierter Handpumpe bereit. HP123 erreicht 12 Tonnen, bei einer Klauenöffnung von 375 mm. Der Spindelhub beträgt 85 mm, die Reichweite 270 mm. HP203 arbeitet mit 20 Tonnen und einer Klauenöffnung von 520 mm. Hier liegen Hub bei 111 mm und Reichweite bei 360 mm.
Im oberen Tragkraftbereich stehen mobile Ausführungen auf Spezialfahrwagen zur Verfügung. HXPM 100 liefert 100 Tonnen bei einer Öffnungsweite von 1,5 m. HXMP 150 arbeitet mit 150 Tonnen, drei Krallen und 1,6 m Öffnungsweite. Beide Baureihen besitzen eine integrierte Elektropumpe. Die Klauenmechanik ist gekoppelt, zentriert sich selbst und lässt abnehmbare Greifbacken zu.
Die Pumpenkonfiguration bestimmt Handhabung und Beweglichkeit im Einsatz. Ein Teil der Baureihen trägt Zylinder und Pumpe in einer Einheit, wodurch kein zusätzlicher Schlauchanschluss nötig ist. Andere Modelle arbeiten mit separater Pumpe und lassen sich an vorhandene Aggregate anschließen. Für Werkstätten mit bestehender 700-bar-Versorgung ist die zweite Variante die naheliegende Wahl. Wer mobil und ohne Fremdversorgung arbeitet, greift eher zur kompakten Einheit mit eingebauter Pumpe.
Die 2-in-1-Ausführung HP- vereint Zylinder und Pumpe in einem Gehäuse. Die Bedienung erfolgt über ein einziges Handhebelventil zum Umschalten der Zustände. Die Klauenöffnung unterscheidet sich je nach Modell der Baureihe. Der maximale Arbeitsdruck liegt bei 700 bar. Für diese Baureihe stehen mit JA-T passende Klauensätze bereit, die den Anwendungsbereich erweitern.
Die Baureihe HXP nutzt eine angesetzte, separate Pumpe im Bereich von 8 bis 50 Tonnen. Das Werkzeug arbeitet selbstzentrierend und lässt sich flexibel kombinieren. Anschließbar sind elektrische Pumpen, Druckluftpumpen oder Handpumpen mit 700 bar. Als Antriebselement für die Baureihen HP und HSP dient der Zylinder PM-R mit integrierter Pumpe. Er wird direkt aus den Niederlanden importiert, gefertigt in Taiwan.
Selbstzentrierende Mechanismen halten die Zugkraft in der Wellenachse und verhindern ein Verkanten der Krallen. Mehrere Baureihen lassen sich zwischen zwei und drei Krallen umbauen. Zwei Krallen eignen sich für Bauteile mit begrenztem Zugang seitlich der Welle. Drei Krallen verteilen die Kraft gleichmäßiger am Umfang. Der Wechsel erfolgt am selben Grundkörper, sodass für beide Arbeitsweisen kein zweites Werkzeug nötig ist.
Die Baureihe HSP arbeitet selbstzentrierend mit austauschbaren 2- oder 3-Krallen und integriertem Zylinder samt Pumpe. Die Klauenöffnung wird über ein verschiebbares Koppelelement am Pumpenkörper eingestellt. Die Verstellung erfolgt über ein Gewinde mit großer Steigung und wird durch eine Mutter begrenzt. Diese Bauweise erlaubt eine zügige Anpassung an unterschiedliche Bauteildurchmesser direkt an der Maschine.
Im mittleren Tragkraftbereich zeigt HXPM 50 dasselbe Prinzip mit 50 Tonnen und Doppelklauenmechanik. Die Zentrierung lässt sich dabei gezielt nachstellen. BETEX HXPC50 bietet ebenfalls 50 Tonnen mit 2 oder 3 Krallen am selben Grundgerät. Rein zweiarmige Varianten führen HXPM-50 mit 50 Tonnen sowie BETEX HXPM 100 mit 100 Tonnen.
Neben dem klassischen Ziehen gibt es Aufgaben, die ein Drücken oder eine Innenentnahme verlangen. Push-Puller-Bauformen decken beide Richtungen mit einem Grundgerät ab. Spezialabzieher richten sich an Radsatzlager im Bahnbereich und an schwere Maschinen in der Grundstoffindustrie. Die Wahl hängt dort von der Bauteilgeometrie und vom verfügbaren Arbeitsraum ab. Auch die Abstützung des Werkzeugs spielt bei diesen Anwendungen eine zentrale Rolle.
Das 3-in-1-Set HPP123 arbeitet selbstzentrierend nach dem Push-Puller-Prinzip. Für den Außenabzug stehen 12 Tonnen bereit, für den Innenabzug 8 Tonnen. Ein einziger Satz deckt damit drei Anwendungsformen ab. Neben dem Ziehen von außen und innen ist auch das Drücken statt des üblichen Ziehens möglich. Die Einzelkomponenten lassen sich je nach Aufgabe unterschiedlich zusammenstellen.
Für Radsatzlager von Eisenbahnen, U-Bahnen und schweren Maschinen dient BPP 100 mit maximal 100 Tonnen Zugkraft. Die Variante BPPS 100 arbeitet als Side-Shift-Ausführung mit bis zu 100 Tonnen. Ihr Merkmal ist die fixierte Auflageplatte des Abziehers. Betex 430S erreicht 50 Tonnen und nutzt eine Gleichstrom-Elektropumpe für Lager, Kupplungen und Zahnräder.
Abziehplatten greifen dort, wo Krallen keinen ausreichenden Halt an der Bauteilkante finden. Geteilte Platten legen sich um die Welle und stützen den Lagerring flächig ab. Dadurch erweitert sich der Anwendungsbereich vorhandener 2- oder 3-Krallen-Abzieher deutlich. Zusätzlich gibt es Presskopfeinheiten, die mechanische Abzieher hydraulisch unterstützen. Solche Ergänzungen reduzieren den Kraftaufwand an der Spindel und entlasten das Grundwerkzeug im täglichen Einsatz.
Das Tri-section set umfasst vier Modelle mit Tragkräften von 4 bis 12 Tonnen. Der Anwendungsbereich reicht je nach Satz von Ø30 bis Ø340 mm. Die zugehörige Platte Tri-section ist für dreiarmige Hydraulikabzieher ausgelegt und patentiert. Die dreiteilige Bauweise verteilt den Druck gleichmäßig auf alle Auflagepunkte. Ergänzend deckt 79.100 die zweiteilige, halbmondförmige Plattenvariante ab.
Für mechanische Lagerabzieher steht mit MP35 ein Mini-Hydraulikpresskopf mit 8 Tonnen bereit. Er ergänzt rein mechanische Abzieher und verlängert deren Nutzungsdauer. Zugleich vereinfacht er den Bedienvorgang beim Lösen fest sitzender Lager. Zusammen mit den Klauensätzen und Abziehplatten entsteht daraus ein abgestimmtes Zubehörprogramm. Die in dieser Gruppe gelisteten Schaeffler-Sets werden direkt importiert und als Originalware geführt.
Beginnen Sie mit der benötigten Zugkraft, danach folgen Klauenöffnung, Spindelhub und Reichweite. Prüfen Sie anschließend, ob eine 700-bar-Pumpe bereits vorhanden ist. Für ortsfeste Arbeiten an großen Bauteilen sind die mobilen Ausführungen auf Fahrwagen sinnvoll. Vergleichen Sie die Angaben der einzelnen Modellseiten und ergänzen Sie bei Bedarf passende Abziehplatten. Bei Fragen zur Zuordnung eines Modells zu Ihrer Bauteilgeometrie hilft eine Rückfrage vor der Bestellung weiter.